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Das richtige Kompressor Öl

Öl- das Lebenselixier für viele Kompressoren

Kompressoren brauchen verschiedene Wartung und Pflege Öle je nach Modell

Kompressoren brauchen verschiedene Wartung und Pflege Öle je nach Modell

Mit Ausnahme der sogenannten „ölfreien“ Kompressoren, die im unteren Leistungsbereich verbreitet sind, benötigen Druckluftkompressoren im Rahmen von Wartung und Pflege Öl.

Vergleichbar einem Automotor sind in einem typischen Kompressor bewegliche Teile wie Kolben, Kurbelwelle, Pleuel und Lager zu schmieren, damit ein reibungsloser Betrieb im wahrsten Sinne des Wortes gewährleistet ist.

Öl hat in einem typischen Hubkolbenkompressor nicht nur schmierende Aufgaben, sondern dient erfüllt nebenher weitere Aufgaben wie Dichtungsfunktion zwischen Kolben und Zylinder, Wasserabtransport bei Kondensatbildung und Kühlung der Metallflächen.

Ohne das passende Öl würde ein Kompressor gerade bei niedrigen Temperaturen nur schlecht starten oder später schnell überhitzen, da viele Metallteile unzulässige Reibung aneinander verursachen. Dieses führt zu Abrieb und Bildung von Metallspänen, die weiteren vorzeitigen und unnötigen Verschleiß nach sich ziehen.

Verschiedene Arten von Kompressor Ölen

Das richtige Kompressor-Öl finden

Das richtige Kompressor-Öl finden

Jeder Hersteller hat seine eigene Philosophie bezüglich des verwendeten Öltypes. Im Zweifelsfall sollte man sich an die Angaben bzw. Vorschriften des Herstellers halten, der üblicherweise in der Bedienungsanleitung des Kompressors die von ihm freigegebenen Ölsorten aufführt.

Hier sind Unterschiede zwischen den Kompressormarken erkennbar- einige geben nur das hauseigene Öl für Verwendung frei, während andere Hersteller generische Typen von Öl spezifizieren.

Die Eigenschaften von Ölen

Was zeichnet nun ein Öl für den Kompressor für die Werkstatt aus? Generell gilt, dass Kompressoröl anders beschaffen ist als Motoröl für einen PKW. Es werden zwar im Regelfall ebenfalls Kolben geschmiert, aber in anderen Belangen hat PKW-Motoröl einige unerwünschte Eigenschaften. Während im PKW Öle sogenannt „legiert“ sind, also Beimengungen von Additiven besitzen, sind Kompressoröle in der Regel „unlegiert“.

Die Additive im Motoröl sollen im Automotor für verbesserte Verbrennung, Bindung von Wasser und Metallspänen, Reinigung von anhaftenden Verschmutzungen etc. sorgen. Außerdem sollen Leichtlauföle in den heutigen spritsparenden Hochleistungsmotoren für verringerten Verbrauch und besseres Kaltstartverhalten sorgen.

Kompressoröl ist nach DIN 51506 genormt. Statt der bei Motorölen üblichen Angabe in SAE-Werte werden hier VDL angegeben. Je höher der Wert, desto zähflüssiger ist das Öl.

Kompressoröl hat im Gegensatz zu PKW-Öl die Eigenschaft, wasserabweisend zu sein, damit kein unnötiger Schlamm gebildet wird. Zum Ablassen des entemulgierenden Wassers verfügen Kompressoren an der Unterseite über eine Wasserablassschraube.

Da durch die Verdichtung der Luft stellenweise hohe Temperaturen erreicht werden, sollen spezielle Additive Verkokungsrückstände verhindern, die sich unter Umständen im Kompressor entzünden könnten.

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Universalöl – Mehrbereichsöle

Das klassische „Universalöl“ unter den Kompressorölen ist das VDL 100. Speziell bei älteren Kompressoren ist dieses das Standardöl. Die Stoffeigenschaften des VDL 100 sind ähnlich dem klassischen Einbereichs-Motoröl SAE 30, weshalb viele Anwender dieses aufgrund leichterer Beschaffbarkeit verwenden.

Je nach Hersteller des Kompressors und Abstimmung des Öls auf die verwendeten Komponenten werden hier zunehmend Mehrbereichsöle spezifiziert. Zu beachten ist hierbei, dass die Wechselintervalle bei Verwendung von Mehrbereichsölen ggf. unter denen von Einbereichsölen liegen.

Auch lassen einige Hersteller die Verwendung von Ölen zu, die keine speziellen Kompressoröle sind, schreiben dann aber ebenfalls deutlich reduzierte Wechselintervalle vor.

Durch die Freigabe überall erhältlicher Mehrbereichsöle wie SAE 5W30 (Käser) oder 5W40 (Güde) sind derartige Kompressoren für Benutzer attraktiv, die diese wenig nutzen und daher wenig Aufwand bei Beschaffung von Verbrauchsmaterialien haben wollen.

Ölwechsel selbstgemacht

Ein Ölwechsel sollte in regelmäßigen Intervallen erfolgen.

  • Oft ist es empfehlenswert, den Kompressor „warmzufahren“, damit das Öl warm besser fließt.
  • Vor den eigentlichen Arbeiten muss der Kompressor ausgeschaltet und vom Netz getrennt werden. Anschließend wird die gespeicherte Luft abgelassen und der Kompressor so aufgestellt, dass eine Auffangwanne platziert werden kann.
  • Nach Lösen der Ölablassschraube und ggf. leichtem Kippen des Kompressors wird die Dichtung an der Schraube ggf. ersetzt und wieder angezogen.
  • Danach kann frisches Kompressoröl eingefüllt werden, entweder bis zur Markierung im Schauglas oder bis zur ¾-Position. Bei Modellen ohne Schauglas muss die richtige Füllmenge mittels Ölmessstab festgestellt werden.
  • Je nach Modell und Herstelleranweisung muss vor dem Wechsel die Ölwanne demontiert werden. Der Luftfilter wird anschliessend durch Ausblasen oder Auswaschen gereinigt.

 


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